»Und Ihr Gatte?«

»Ich spiele nicht Tennis,« erwiderte der Rittmeister, »Sie wissen ja, ich kenne das Spiel gar nicht, aber ich sehe es ganz gern, wenn es von graziösen Damen gespielt wird.«

Frau Stark kniff die Lippen zusammen und sandte dem Rittmeister einen wütenden Blick. War das mit den »graziösen Damen« nicht auf sie gemünzt? Es geschah ihr aber ganz recht, denn es war geradezu lächerlich, wie die ältliche Frau stets die jugendliche spielen wollte, hatte sie doch noch in ihren alten Tagen einen Schwadronsgaul bestiegen, um reiten zu lernen, weil andere Damen es taten.

»Vom Civil werden sich wohl auch mehrere beteiligen«, ergriff der Oberst wieder das Wort, »ich lasse eine Liste herumgehen.«

Alle sahen sich ungläubig an, denn mit dem Civil hatte es der Oberst durch mancherlei Geschichten gründlich verdorben, man mied ihn, wo man konnte.

»Ich spiele auch mit,« warf Landrat von Konradi ein, »vorausgesetzt, daß es nicht zu heiß wird. Nächste Woche habe ich aber noch keine Zeit, ich muß erst Erbsen legen, sonst wird es zu spät.«

»Allerdings,« rief König dazwischen, »sonst geraten sie nicht mehr ordentlich.«

»Wie? Erbsen geraten nicht? Erbsen geraten immer, wenn man es richtig anfängt,« entgegnete fast gereizt Frau Oberst.

»Das kann man doch aber nicht behaupten, gnädige Frau, da spricht doch vieles mit!«