»Na,« erklärt der entrüstet, »siehst du ja!«

Das aber ist dem »Urballina« gegenüber der falsche Ton gewesen. »Ja, seh ick ooch!« antwortet er schnell. »Brauchst nich jleich so zu schreien! Ick meente man bloß: hinter de Ohren!« –

Der kleine Köckeritz ist schon von andern mit Beschlag belegt worden. Gegen den Fritze Köhn, na, gegen den zöge er doch den kürzern. – – –

»So, Jungs!« hört man jetzt den Doktor Fuchs. »Nun wieder setzen! Stoß du da nicht an!« – Der Kellner geht mit einer großmächtigen Kanne herum und gießt den Kaffee ein. – »Wo ist der Napfkuchen, Pelz?«

Pelz’ Vater ist ein ehrsamer Bäckermeister; er hat einen Riesennapfkuchen gebacken und der Klasse »zu Händen des Dr. Herrn Fuchs« zur Partie mitgeschickt. Und jeder hat diesen Napfkuchen ein Stück Wegs tragen müssen; nur Pelz selber wollte nicht, bis ihm der Fritze Köhn auf die Jacke gefahren war: »Du, Pelz, den Nappkuchen mißtest de eijentlich alleene dragen, weil den dein Vater jestiftet hat! Na, ran also! Denkst de denn, weil de Pelz heeßt, ha’m mer dich nur mitjenommen, daß de zu Hause nich de Motten krist?[13]«

[13] kriegst.

Das hatte den Ausschlag gegeben. Pelz hatte sich auslachen lassen müssen; er hatte zwar noch was vor sich hingebrummt, aber den Napfkuchen, den hatte er doch dann seine zehn Minuten getragen. –

Jetzt wurde dieser Napfkuchen also geteilt. Mit argwöhnischem Auge wachten dabei die Jungen darüber, daß ja auch die Teile gleich werden möchten. Da freilich Doktor Fuchs selbst diese Teilung vornahm, so wagte ja kein Mensch, etwas zu sagen; aber jeder suchte sich doch immer schon im voraus ein Stückchen aus, um nachher schnell zufassen zu können.

»Halt!« erklärte indessen Doktor Fuchs schließlich. »Sind alle gleich! Nicht aussuchen! Wie sie ablaufen!« –

So saß man denn und trank und aß. Aber dabei hatte man immer noch Zeit, Gedanken und Zunge etwas spazieren gehen zu lassen.