»Du!« – Die Rauferei soll wieder losgehen. – »Du läufst schon die ganze Zeit neben ihm. Ich –«

»Nun haltet mal endlich den Mund, Jungs!« fährt der Ordinarius kräftig dazwischen.

Das wirkt, und endlich kann der Hofphotograph sagen: »Einen Augenblick! – Danke! Herr Doktor, darf ich schnell noch eine Aufnahme machen?«

Das ist im Handumdrehen geschehen.

Aber für die paar Augenblicke des Ruhigstehens entschädigen sich jetzt die Jungen. Hier führen einige wie wild einen Indianertanz auf; dort fangen zwei an, sich zu raufen, und wieder andre sind an die Steinrampe der Rotunde vorgesprungen und möchten einmal versuchen, die Bewohner jenseits der Havel, die doch hier eine gute halbe Stunde breit ist, zu errufen. Doktor Fuchs fährt entsetzt herum. »Donnerwetter, Jungs! Seid ihr verrückt? Hier stehen wir an einer Kirche!« – – –

So zieht man endlich in Ruhe die paar Schritte hinauf nach dem Blockhaus von Nikolskoi. Und dann auf dem kiefernbestandenen Sandbuckel noch zwanzig Minuten weiter bis Moorlake, wo man auf der Chaussee unten an der Havel Kehrt macht, um zu Vater Ehrecke zum Kaffeetrinken zurückzukehren. – – –

Beim Kaffeetrinken.

Da sitzt man nun endlich wirklich wieder beim Vater Ehrecke. Man sitzt in der Tat; denn die Beine haben heute doch schon so manches leisten müssen.

Plötzlich aber schreit einer: »Hurra!« und der dicke Puntz springt auf und ruft allen andern zu: »Die Klasse erhebt sich zum Zeichen der Hochachtung!«

Das sind die Worte des Doktor Fuchs sonst in der Klasse gewesen, wenn jemand einmal etwas ganz Besondres geleistet hatte. Grade deshalb auch lachen jetzt alle wieder so herzlich; sogar der Ordinarius, der nämlich eben mit Achim Köckeritz und Ernst Ehrenfried aus der Haustür herausgetreten ist. Und alle möchten den beiden, die bis jetzt hatten im Bett liegen müssen, ein gutes Wort sagen. Fritze Köhn befühlt eben den Achim Köckeritz: »Biste denn schon trocken?«