Doktor Fuchs ist jetzt auch oben und bedeutet dem Gebhardt ruhig, er möchte seinen Apparat zurechtmachen. Hier soll photographiert werden. Das zieht die Jungen wieder an wie der Magnet das Eisen. Immer mehr sammeln sie sich, und jeder glaubt sich berufen, ein Wort mitreden zu dürfen. Ganz dumm könnte es Doktor Fuchs und dem kleinen Gebhardt im Kopf davon werden; nur den Jungen nicht; denn wer den Lärm macht, der hört ihn gewöhnlich gar nicht.
»Aber,« sagt der dicke Puntz auf einmal, »hat auch Drewians Nase auf der Platte Platz? Wo stecken wir denn die sonst hin?«
Das ist etwas für den Fritze Köhn. »Unsinn!« erklärt er mit trocknem Humor. »Die is janz jut! Damit wird er nachher oben von Nikolskoi aus ’n bißken in der Havel angeln!«
Jeder weiß, daß der lange Drewian der erste gewesen ist, als um die Nasen gelaufen wurde. Während er aber immer sonst ein ruhiger Junge ist, der wenig sagt, jetzt hat er im nächsten Augenblick schon die richtige Antwort gefunden: »Die halte ich neben deine Hängebacken, Dicker! Da sieht man sie nicht! Und dein Maul ist so groß, Köhn, daß du dir bald selber was ins Ohr sagen kannst!«
Die andern lachen darob unbändig. »Der hat recht, Dicker! Dein kleiner Nasenproppen paßt nicht zu den Backen!«
»Du, halt die Luft an!«
Aber der Dicke hat kein Glück. »Das kannst du mit deinem Stups viel besser!« fliegt ihm von anderer Seite zu.
»Und Fritze Köhn kann sich –«
»So, Jungs!« kommt Doktor Fuchs in dieses Wortgefecht hinein, dem er Übrigens ganz belustigt gelauscht hat. »Nun verfügt euch mal in die Türnische da! Nein, nein! So nicht! Die Kleinen vorn!«
»Wo kommen Sie denn hin, Herr Doktor? – Ich will neben Sie!« –