Aber, was ist denn da los? – Da vorne! – Eben bildet sich da eine Korona. Um den Schnorzel nämlich, den sonderbaren Jungen aus der Quinta, der, wie alle die andern behaupten, »ein bißchen mit dem Dämelsack geschlagen ist«. Der Junge steht mitten drin in dem Haufen; alles redet auf ihn ein.
»Was ist denn los?« fragen die Neuhinzutretenden, die Tertianer.
»Ach,« erklärt einer der Quintaner lachend, »wir haben Schnorzeln zum Direktor geschickt, ob’s nachmittag frei gibt.«
»Na, und?«
»Ja, guck doch! Er kann sich noch gar nicht recht erholen!«
Da hat sich der Schnorzel aber doch endlich erholt. Als ihm jetzt wieder einer aufs Fell schreit: »Na, was hat denn nun der Direktor gesagt?« da sieht er den Fragenden groß und glotzend an. Dann bückt er sich plötzlich vor und beschreibt mit seinem rechten Zeigefinger immer einen Kreis um den andern vor seiner Stirn und schreit dabei klagend: »’nen Vogel hat er mir gemacht! Ja! ’nen Vogel!«
Alle brechen in ein helles Gelächter aus; die Tertianer aber wenden sich ab, und der dicke Puntz meint – immer noch lachend –: »Dem hätte ich ooch ’n Vogel gemacht! Aber noch ’n ganz andern!«
Das ist ja die Meinung der andern im Grunde genommen auch; aber wenn der Direx den Schnorzel so angeschnauzt hat, dann will er doch sicher nicht frei geben! Gerade der Gedanke ist den Jungen allen furchtbar unbehaglich.
»Es muß einer einfach mal ohnmächtig werden!« schlägt der kleine Köckeritz vor.
»Ja,« pflichtet ihm ein anderer bei. »Dann werden die schon vernünftig werden!«