Wer wohl »die« sein mögen? Kein Mensch verzieht das Gesicht dabei! Aber es hilft eben alles nichts: man muß wieder hinauf in die Klasse.

Es ist nur gut dabei, daß es immer noch Jungen gibt, die den Humor nicht ganz verloren haben. Neben dem Brunnen steht ein Quartaner und ladet mit schallender Stimme ein: »Immer hierher! Immer ran, meine Herrschaften! Zur Durschtstillation!« Und oben neben der Klassentür hat sich der Fritze Köhn, der »Urballina« aufgepflanzt und katzbuckelt da allen freundlich entgegen:

»Immer rin, immer rin ins Schwitzkabiné!

Macht vil Spaß un dhut nich weh!«

Die Jungen folgen freilich dieser freundlichen Einladung. Aber sofort sind sie auch um die Tür herumgeschwenkt und zum Klassenthermometer hingetreten. »Was?« ruft einer da hastig. »Nur noch 29 Grad? Na, das geht doch nicht mit rechten Dingen zu! Wer hat denn hier gemogelt?«

Der Fritze Köhn hat das gehört und ist auch um die Ecke herumgesprungen: »Wat, na Donnerwetter, da denk ick ja, der Affe soll mir frisieren! Det jibt’s nu nich! Jeh mal weck! Ick will mal dran pusten!«

Gesagt, getan! 30 Grad, 31, 32, 33, 34.

»So! Det jeniejt vorläufig!«

Es genügte aber doch nicht; denn die dritte Stunde beginnt. Und eine Gluthitze dabei! Das Atmen wird Lehrer und Jungen schwer, und die Arbeit schleicht müde und trübselig dahin. Am Ende der Stunde steht es mehr als je bei jedem einzelnen fest: »Nachmittag müssen wir doch frei kriegen!«

Die Pause ist kurz.