Auch hier war es schließlich so. Die Jungen hatten sich Feder und Bleistift und Zirkelkasten und Heft parat gelegt. Im nächsten Augenblick konnte ja doch –
Hier und da klappte schon eine Tür auf dem langen Korridor zu. Der lange Sausig aber vorn an der Ecke hatte sich hoch aufgerichtet; er blickte unverwandt nach der Tür, als wenn er etwas ganz Besonderes darin erwartete. Plötzlich stand er sogar schnell und leise auf und machte ein paar große Schritte nach der Türöffnung zu. Storchenschritte! Vorsichtig lugte er dann nach dem anderen Ende des langen Flures herum.
Die andern Jungen waren ihm mit ihren Blicken gefolgt: alles hielt den Atem an. Der Frechdachs! Wenn jetzt der Professor Zirbel käme! Dem Sausig konnte es dann traurig gehen; denn gerade Zirbel, der verstand keinen Spaß! »Buah!« machte hier und da ein Junge, wenn er mit seinen Gedanken so weit gekommen war, und instinktiv und schaudernd fiel der entsetzte Blick wieder auf das geometrische Heft hinunter.
Aber – der Sausig stand immer noch da auf der Lauer! Zirbel kam doch sonst so pünktlich und beinahe mit dem Glockenzeichen! Sollte da doch etwas passiert sein? Vielleicht daß Zirbel –
Da fuhr Sausig wie ein Blitz in die Klasse zurück.
»Raff! Raff!«
»Wer?« – Die Jungen wußten nicht recht, was sie daraus machen sollten. – »Wer?«
»Raff! Raff!«
»Bei dem haben wir ja gar nicht!« –
Schnelle Schritte kommen draußen näher. Und immer näher. Und plötzlich erscheint wirklich der Professor Raff in der Tür. Die Jungen machen ein ganz erschrockenes, im nächsten Augenblicke aber schon freudig-verblüfftes Gesicht. Sie springen auf.