»Ja! Und morgen noch die Partie! Das wird das Allerfeinste!« – – –

Freitag:
Die Klassenpartie.

Der alte Caesar und eine moderne Landpartie.

Ja, das Allerfeinste! Der eigentliche Lichtpunkt in der Mühsal des Klassen- und besonders des Tertianerlebens, das ist die Partie, die Klassenpartie! Und als ein wirklich großes Ereignis, das sie in der Tat ja ist, wirft sie natürlich auch ihren Schatten voraus! Wochenlang!

So ist es auch dieses Mal hier in der Unter-Tertia gewesen, und vielerlei ist darüber zu berichten, bevor noch dieser Freitag der feinsten Woche überhaupt herangekommen war. –

Langsam hatte sich eines Nachmittags – noch im Mai war das gewesen! – die Unter-Tertia in dem großen Klassenzimmer zusammengefunden. Müde und mißmutig. Der ganze Nachmittagsunterricht kann den Jungen gestohlen bleiben. Zweimal am Tage hermüssen bei den weiten Schulwegen! Schauderhaft! Und noch dazu nun Latein! Und bei Bumsvallera!

Da tritt eben der dicke Puntz herein. Er hat die grüne Mütze etwas verwegen ins Genick gerückt und zieht unter der Weste das Bellum Gallicum hervor. Er wirft das braun gebundene Büchlein vor sich auf den Tisch, daß es kracht.

»Der Caesar! Da liegt der Kerl! Der Hund von unserm Schlächter heißt auch Caesar! Der ist mir lieber!«

Am andern Ende der Bank lacht der kleine, lustige Köckeritz laut auf. Er ist kein schlechter Schüler, aber doch ein leichter Bruder, dem der Reichtum des Vaters nicht gerade förderlich ist; denn er strengt sich nicht halb so an, wie er es wohl könnte. Und der etwas ängstliche Papa hält ihm nun stets und ständig Hauslehrer, die aber mit dem kleinen Windbeutel auch nicht viel anfangen können.