Doktor Fuchs sitzt sinnend unter der Schar der Jungen.
»Ja,« gibt er schließlich zu, »das läßt sich alles hören. So können wir also keinen Zweifler überzeugen. Aber man hat auch noch einen direkten Beweis dafür erbracht, daß die Regenwürmer dem Landmann nützen; denn man hat ein Feld einmal ganz wurmfrei gehalten, das nächste Jahr es mit Würmern durchsetzt. Und im letzteren Falle war der Ertrag des Feldes genau noch einmal so reichlich.«
Der Ernst Ehrenfried ist von den Jungen entschieden der beste Kenner der Regenwürmer. Er meldet sich jetzt schüchtern, genau wie in der Klasse: »Herr Doktor, nicht wahr? Wenn man einen Regenwurm durchschneidet, so wird jede Hälfte wieder ein ganzer Wurm!«
»Ganz richtig! Und man war dann etwas neugierig und hat einmal zwei Kopfstücke und zwei Schwanzstücke für sich allein auch zusammengenäht. Dann wuchsen die einzelnen Stücke nicht mehr größer, sie wuchsen aber zusammen. Indes, trotzdem war das zusammengenähte Doppelpaar doch nicht lebensfähig.«
»Na,« sagt da einer, »das ist aber auch eine ganz verrückte Idee!«
»Möglich!« meint Doktor Fuchs. »Es muß eben alles untersucht werden! Na, Jungs, wollen wir weiter?«
»Ist nichts mehr von den Regenwürmern zu erzählen?« fragt der dicke Puntz.
»Oh, noch ein ganzer Sack voll! Nur, uns würde es jetzt zu spät! Also en avant, messieurs!« –
Da sprang nun alles auf; hier und da packte auch schnell noch einer etwas ein oder schnürte an seinem Paketchen herum. Doktor Fuchs wendet sich inzwischen an den großen Doef: »Na, Herr Feldwebel, haben wir noch alle?«
Doef zählt noch einmal schnell und nickt dann: »Alle, Herr Doktor!«