Jetzt haben das mehrere gefunden. »Die Nesseln brauchen Schatten. Aber im Schatten wachsen sie dann zu schnell hoch und nehmen den andern Pflanzen, die nicht so schnell wachsen und groß werden können, die Nahrung und das Licht weg!«

»Bravo die Herrn! Sieht das ein jeder ein?«

Ja, das haben alle eingesehen; sie setzen schon nach dieser halben Minute Pause da unten an, wieder den Berg hochzuklettern. Als indessen Doktor Fuchs und der dicke Puntz noch nicht zur Hälfte hinauf sind, da schallt von oben ein fröhliches Jauchzen und ein kräftig schmetterndes Hurra herab. Ach, was für Herz, was für Lunge haben doch diese schmächtigen Großstadtjungen noch! Und die sind doch oft so schlank und dünn wie Weidengerten!

»Na, Dicker,« meint da Doktor Fuchs, »du bist wieder mit der letzte. Es wird dir mal schlecht beim Militär gehen!«

»Ach, mir nimmt’s keiner übel, Herr Doktor! Die würden sich alle wundern, wenn ich der erste wäre! So ist’s ganz gut! Die ersten haben’s manchmal nicht zu best.« –

Die dicke Hauskapelle und die Ameisen.

Der Dicke ist ein guter Prophet; denn da oben bricht soeben ein mordsmäßiger Lärm los. Alles drängt sich um Dittmer herum und scheint auf ihn loszugehen; jetzt schlagen sie sogar auf ihn ein, und dazwischen schallt es drohend: »Feste! Immer feste! Totschlagen!«

Doktor Fuchs stürmt in aller Eile die Höhe hinauf. Schon von weitem schreit er: »Was ist denn los? Was ist denn los?«

Rohloff kommt ihm entgegen: »Herr Doktor! Herr Doktor! Der Dittmer hat sich in einen Ameisenhaufen gesetzt!«

Da ist Doktor Fuchs beruhigt. Er steht jetzt erst einen Augenblick still und schnappt nach Luft. »Na, der Schaden läßt sich ja kurieren!«