Zur festgesetzten Stunde sassen wir unserer Freundin in ihrer Häuslichkeit gegenüber. Die erste Scheu, einen „Nakoning“ (Ausländer) zu bewirten, war bald überwunden, nachdem einige erheiternde Scherzworte gefallen waren. Das Zimmer war hoch und sehr geräumig. An dem hintern Ende stand eine aus schwerem Ningpoholz geschnitzte Lagerstätte; an der Wand die üblichen kleinen Empfangstische und nach Süden eine bequeme mit rotem Polster ausgelegte Ruhebank. Die nur zwei Sekunden glimmende Wasserpfeife, die mit einem Fidibus, der durch geschicktes Anblasen in Brand gerät, angezündet wurde, machte die Runde. Doch: Sieh da, Timotheus! Zwei Stückchen deutsche Heimat hängen dort an der Wand: billige Drucke mit der Unterschrift: „Winter am Main“ und „Windmühlen in Schleswig“, wodurch das Gespräch neue Anküpfungspunkte erhielt. Aus der weitern Unterhaltung erklärte sich auch, weshalb unsere Freundin nicht die „Neuen fünf Nachtwachen“ sang. Um das Weitere zu verstehen, muss der Leser zunächst mit der Tendenz der Parodie vertraut gemacht werden, die einen Mitarbeiter der „Schenpao“ zum Verfasser hat. Die ersten zwei Strophen lauten:
„Der erste Schlag ertönt.
Der Mond geht auf.
Eine merkwürdige Geschichte hat sich ereignet.
Ajo, ajo!
Der Ministerpräsident ist weggelaufen
samt Familie nach Tientsin.
Das hatte seinen Grund,
Yüan-Shih-kai sitzt in der Patsche,
Weil er der Stimme eines Schauspielers glaubte.