Auch im Reich schwoll die Heimatbewegung an. Die alten Ost- und Westpreußen-Vereine erfüllten sich mit neuem Leben, neuer Kraft, und rüsteten sich, zur Abstimmung in die Heimat zu pilgern. Überall, wo noch keine bestanden, bildeten sich neue Heimatvereine und warben durch Wort und Schrift. Die Arbeit war groß und schwer. Für viele, viele Tausende, die in die Heimat fahren wollten, mußten die Mittel zur Reise beschafft werden.
Für den Unterhalt in der Heimat sorgten die Volksgenossen.
Und dann kam nach langem Bangen der Tag der Abstimmung heran. Um den Plackereien der Polen bei der Fahrt durch den Korridor zu entgehen, kamen die meisten zu Schiff über See. Mit grünem Reisig und Fahnen geschmückte Züge brachten sie durch Ostpreußen in die Heimat, die sie jubelnd und mit echt ostpreußischer Gastfreundschaft empfing.
Es war ein echter, rechter Sonnen- und Sonntag, als die Massen in festlicher Kleidung zum Wahllokal zogen. Und der Jubel, der losbrach, als der Draht die Kunde durch die ganze Welt trug, daß die bedrohten Masuren, Westpreußen und Ermländer sich restlos zum Deutschtum bekannt hatten!
Das wollen und das dürfen wir nie vergessen. Unauslöschlich soll es in unseren Herzen eingegraben sein, daß die Liebe zur Heimat der festeste Grund ist, auf dem wir das neue Deutschland aufbauen werden.
Durch die Heimat zum Vaterland!
IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11
erschien von
FRITZ SKOWRONNEK
DAS MASURENBUCH