„Ja, mein Freund, einen Wagen, einen recht geräumigen, und auf bestimmte Zeit. Aber denke nur nichts Schlimmes, mein Freund …“

„Wollen Sie weit wegfahren?“

„Ich weiß es nicht, mein Freund; das weiß ich selbst noch nicht. Ich glaube, es wird auch nötig sein, ein Federbett mit dazu zu legen. Was meinst du, mein Freund? Ich will deinem Rate folgen, mein Lieber …“

„Wollen Sie denn gleich wegfahren?“

„Ja, mein Freund, ja. Es ist ein Umstand eingetreten, der es erforderlich macht … so ist das, mein Freund, so ist das …“

„Ich weiß Bescheid, Herr; da bei uns im Regimente kam mit einem Leutnant dasselbe vor; er entführte eine Gutsbesitzertochter …“

„Entführte? … Wie! Mein Lieber, du …“

„Ja, er entführte sie, und in einem andern Dorfe ließen sie sich trauen. Alles war im voraus vorbereitet. Es fand eine Verfolgung statt; aber der Fürst nahm für sie Partei, der selige Fürst; na, und da wurde die Sache gütlich beigelegt …“

„Sie ließen sich trauen, ja … wie kommst du denn darauf, mein Lieber? Woher weißt du denn das, mein Lieber?“

„Na, das kann man schon wissen! Die ganze Welt ist voll von Gerüchten, Herr. Wir wissen alles, Herr … Natürlich, wer wäre ohne Sünde? Aber ich möchte Ihnen jetzt sagen, Herr … erlauben Sie, daß ich Ihnen das ganz einfach, so auf Dienerart sage: wenn die Sache nun einmal so weit gekommen ist, dann möchte ich Ihnen sagen, Herr: Sie haben einen Feind, einen Nebenbuhler, Herr; und es ist ein starker Nebenbuhler, das können Sie glauben!“