„Hören Sie mal, was sollen Sie denn die ganze Zeit an der Türe stehen?“ unterbrach ihn Rasumichin, „wenn Sie etwas mitzuteilen haben, setzen Sie sich doch, für Sie und Nastasja ist es dort zu eng. Nastasja, mach mal Platz, laß ihn durchgehen! Kommen Sie hierher, da haben Sie einen Stuhl! Kriechen Sie hier durch!“

Er rückte seinen Stuhl von dem Tische ab, machte zwischen dem Tisch und seinen Knien einen Durchgang frei und wartete in dieser unbequemen Stellung, bis der Gast durch diesen Spalt „hindurchkriechen“ würde. Der Moment war so gewählt, daß man nicht gut ablehnen konnte, und der Besucher kroch durch den engen Durchgang, sich beeilend und stolpernd, hindurch. Als er den Stuhl erreicht hatte, setzte er sich und blickte Rasumichin argwöhnisch an.

„Seien Sie übrigens nicht verlegen,“ platzte dieser hervor. „Rodja ist schon den fünften Tag krank und hat drei Tage phantasiert, jetzt aber ist er zu sich gekommen und hat sogar mit Appetit gegessen. Dort sitzt sein Arzt, er hat ihn soeben untersucht, und ich bin Rodjas Kamerad, auch ein ehemaliger Student, und pflege ihn nun; also, achten Sie nicht auf uns und genieren Sie sich nicht, fahren Sie nur fort und sagen Sie, was Sie zu sagen haben.“

„Ich danke Ihnen. Werde ich aber nicht durch meine Anwesenheit und mit meinem Gespräch den Kranken aufregen?“ wandte sich Peter Petrowitsch an Sossimoff.

„N–nein,“ sagte Sossimoff langsam, „Sie können ihn vielleicht zerstreuen.“

Und er gähnte wieder.

„Oh, er ist schon lange bei Besinnung, seit heute morgen!“ fuhr Rasumichin fort, dessen Familiarität den Stempel solch einer unverfälschten Treuherzigkeit trug, daß Peter Petrowitsch allmählich seine Fassung wiedergewann, zum Teil wohl auch darum, weil dieser zerlumpte und freche Mensch sich als Student vorgestellt hatte.

„Ihre Frau Mutter ...“ begann Luschin.

„Hm!“ äußerte sich Rasumichin vernehmlich.

Luschin blickte ihn fragend an.