„Gar nicht weit von hier, im Hause von Bakalejeff.“
„Das ist auf dem Wosnesensky-Prospekt,“ unterbrach ihn Rasumichin, „dort sind zwei Stockwerke, als möblierte Zimmer eingerichtet; der Kaufmann Juschin ist Inhaber; ich bin dort gewesen.“
„Ja, es sind möblierte Zimmer ...“
„Es ist fürchterlich dort; Schmutz, Gestank und ein verdächtiger Ort auch; mancherlei ist da vorgefallen. Ja, und weiß der Teufel, was da nicht alles wohnt! ... Ich selbst bin dort aus einem skandalösen Grunde gewesen. Übrigens ist es billig.“
„Ich konnte selbstverständlich nicht soviel erfahren, da ich selbst vor kurzem angekommen bin,“ antwortete Peter Petrowitsch empfindlich, „es sind übrigens zwei sehr, sehr saubere kleine Zimmer, und da es auf eine sehr kurze Zeit nur ist ... Ich habe schon eine wirkliche, das heißt unsere künftige Wohnung gefunden,“ wandte er sich an Raskolnikoff, „und jetzt wird sie instand gesetzt; unterdessen aber behelfe ich mich auch selbst mit einem möblierten Zimmer, zwei Schritte von hier, bei Frau Lippewechsel, in der Wohnung eines jungen Freundes von mir, Andrei Ssemenytsch Lebesjätnikoff; er hat auch mir das Haus von Bakalejeff empfohlen ...“
„Lebesjätnikoff?“ sagte langsam Raskolnikoff, als ob er sich auf etwas besinne.
„Ja, Andrei Ssemenytsch Lebesjätnikoff, er ist im Ministerium angestellt. Kennen Sie ihn?“
„Ja ... nein ...“ antwortete Raskolnikoff.
„Entschuldigen Sie, mir scheint es so nach Ihrer Frage. Ich war einmal sein Vormund ... ein sehr lieber junger Mann ... und mit Interessen ... Und ich bin froh, mit der Jugend zusammenzukommen; durch sie erfährt man alles Neue ...“
Peter Petrowitsch blickte erwartungsvoll alle Anwesenden an.