„Ich habe es gern,“ fuhr Raskolnikoff fort, und mit einem Ausdrucke, als rede er gar nicht über Straßengesang. „Ich liebe es, wenn nach einer Leierkastenmelodie gesungen wird an einem kalten, dunklen und feuchten Herbstabend, unbedingt an einem feuchten, wenn alle Vorübergehenden blaßgrüne und kranke Gesichter haben, oder noch besser, wenn ein nasser Schnee kerzengerade, ohne Wind, niederfällt, wissen Sie, und die Gasflammen hindurchschimmern ...“

„Ich weiß nicht ... Entschuldigen Sie ...“ murmelte der Herr, betroffen über die Worte und das sonderbare Aussehen Raskolnikoffs, und ging auf die andere Seite der Straße hinüber.

Raskolnikoff schritt weiter und kam zu der Ecke auf dem Heumarkte, wo der Kleinbürger und seine Frau, die sich damals mit Lisaweta unterhielten, ihren Handel trieben, aber sie waren jetzt nicht da. Als er die Stelle erkannt hatte, blieb er stehen, sah sich um und wandte sich an einen jungen Burschen im roten Hemde, der am Eingange eines Mehlladens gähnte.

„Hier an der Ecke handelt doch ein Kleinbürger und seine Frau, nicht wahr?“

„Es handeln hier viele Leute,“ antwortete der Bursche und blickte Raskolnikoff von oben herab an.

„Wie heißt er?“

„Wie man ihn getauft hat, so heißt er auch.“

„Bist du nicht aus dem Rjasanschen Gouvernement? Aus welcher Gegend bist du denn?“

Der Bursche sah Raskolnikoff wieder an.

„Wie soll ich es denn wissen, Eure Durchlaucht, bin zu dumm, um es zu wissen ... Entschuldigen Sie gütigst, Durchlaucht.“