„Nein, ich weiß es nicht. Was für eine Marfa Petrowna?“

„Nachher, Mama,“ – mischte sich Dunja ein, – „er weiß ja noch nicht, wer Marfa Petrowna war.“

„Ach, Sie wissen es nicht? Und ich dachte, Sie kennen schon alles. Entschuldigen Sie mich, Dmitri Prokofjitsch, ich verliere in diesen Tagen völlig den Verstand. Ich sehe Sie wirklich wie unsere Vorsehung an, und darum war ich auch so überzeugt, daß Sie alles schon kennen. Ich betrachte Sie wie einen Verwandten ... Seien Sie mir nicht böse, daß ich so spreche. Ach, mein Gott, was ist mit Ihrer rechten Hand? Haben Sie sie verletzt?“

„Ja, ich habe sie verletzt,“ – murmelte glückselig Rasumichin.

„Ich spreche zuweilen so offenherzig, daß Dunja mich korrigiert ... Aber, mein Gott, in was für einer Kammer er lebt! Ist er wohl schon aufgewacht? Und diese Frau, seine Wirtin, rechnet dies für ein Zimmer? Hören Sie, Sie sagen, er liebt nicht, sein Herz zu zeigen, so daß ich vielleicht ihm auch überdrüssig werden kann ... mit meinen Schwächen? ... Können Sie mir nicht sagen, Dmitri Prokofjitsch, wie ich ihm gegenüber sein soll? Wissen Sie, ich gehe ganz wie verloren umher.“

„Fragen Sie ihn nicht zu sehr aus, wenn Sie merken, daß er das Gesicht verzieht; besonders über seine Gesundheit fragen Sie ihn nicht zu viel, er liebt es nicht.“

„Ach, Dmitri Prokofjitsch, wie schwer ist es, Mutter zu sein.“

„Hier ist die Treppe ... Was für eine schreckliche Treppe ...“

„Mama, Sie sind so bleich, beruhigen Sie sich, meine Liebe,“ – sagte Dunja und schmiegte sich an sie, – „er muß glücklich sein, Sie zu sehen, und Sie quälen sich so,“ – fügte sie mit funkelnden Augen hinzu.

„Warten Sie, ich sehe zuerst nach, ob er aufgewacht ist.“