„Ja, er ist prächtig, ausgezeichnet, gebildet, klug ...“ sagte plötzlich Raskolnikoff schnell und mit einer an ihm nicht gewohnten Lebhaftigkeit, „ich erinnere mich nicht, daß ich ihn vor meiner Krankheit getroffen hätte ... und doch ist mir, als hätte ich ihn irgendwo schon getroffen ... Dieser da ist auch ein guter Mensch!“ er wies mit dem Kopfe auf Rasumichin, – „gefällt er dir, Dunja?“ fragte er sie und lachte plötzlich, ohne daß man wußte warum.

„Er gefällt mir sehr,“ antwortete Dunja.

„Pfui, wie ... gemein du bist!“ sagte Rasumichin furchtbar verlegen und errötend und stand vom Stuhle auf.

Pulcheria Alexandrowna lächelte ein wenig und Raskolnikoff lachte laut.

„Wohin willst du denn?“

„Ich muß auch ... gehen.“

„Du mußt gar nicht, bleibe hier! Sossimoff ist fortgegangen und da mußt du auch gehen? Bleib nur. Wieviel Uhr ist es? Ist es schon zwölf? Was du für eine nette Uhr hast, Dunja! Ja, warum schweigt ihr wieder? Bloß ich, ich allein rede die ganze Zeit! ...“

„Die Uhr ist ein Geschenk von Marfa Petrowna,“ antwortete Dunja.

„Und eine sehr teure Uhr,“ fügte Pulcheria Alexandrowna hinzu.

„So–o! Wie groß ist sie, fast keine Damenuhr mehr.“