„Sie haben gestern uns alles gegeben!“ – sagte plötzlich Ssonjetschka leise und hastig, und schlug wieder die Augen nieder.

Ihre Lippen und ihr Kinn bebten wieder. Sie war längst schon von der ärmlichen Umgebung Raskolnikoffs überrascht, und jetzt waren ihr diese Worte entschlüpft. Es trat Schweigen ein. Dunetschkas Augen schienen zu leuchten, und Pulcheria Alexandrowna blickte Ssonja freundlich an.

„Rodja,“ – sagte sie, sich erhebend, – „wir essen selbstverständlich zusammen zu Mittag. Dunetschka, komm ... Rodja, du solltest ausgehen, etwas spazieren gehen, dann dich ausruhen, hinlegen, und dann kommst du zu uns ... Ich fürchte, wir haben dich ermüdet ...“

„Ja, ja, ich will kommen,“ – antwortete er eilig im Aufstehen, – „... ich habe übrigens noch zu tun ...“

„Ja, werdet ihr nicht mal zusammen zu Mittag essen?“ – rief Rasumichin und blickte erstaunt Raskolnikoff an. – „Was ist mit dir?“

„Ja, ja, ich komme selbstverständlich ... Bleibe noch einen Augenblick. Sie brauchen ihn doch jetzt nicht, Mama? Oder nehme ich ihn euch vielleicht weg?“

„Ach, nein, nein! Und Sie, Dmitri Prokofjitsch, kommen Sie zu Mittag, seien Sie so gut.“

„Bitte, kommen Sie,“ – bat auch Dunetschka.

Rasumichin verbeugte sich und strahlte förmlich. Auf einen Augenblick waren alle sonderbar verlegen.

„Lebwohl, Rodja, das heißt, auf Wiedersehen! Ich liebe nicht ‚lebwohl‘ zu sagen. Lebwohl, Nastasja, ... ach, wieder habe ich ‚lebwohl‘ gesagt! ...“