„Und ob? Er ist doch verwandt mit mir. Weshalb?“ – fügte jener mit Neugier hinzu.

„Er führt doch jetzt diese Sache ... nun, über den Mord ... worüber ihr gestern gesprochen habt ...?“

„Ja ... und?“ – Rasumichin sperrte die Augen auf.

„Er hat die Pfandgeber befragt, ich habe auch dort versetzt, Kleinigkeiten, jedoch auch einen Ring von der Schwester, den sie mir zum Andenken schenkte, als ich abreiste, und die silberne Uhr meines Vaters. Alles das kostet fünf oder sechs Rubel, mir aber sind sie zu teuer als Andenken. Was soll ich jetzt tun? Ich will nicht, daß die Sachen verloren gehen, besonders die Uhr. Ich bebte davor, daß die Mutter danach fragen würde, als wir über Dunetschkas Uhr sprachen. Es ist das einzige, was vom Vater herrührt. Sie wird krank werden, wenn die Uhr verloren geht! Frauen sind einmal so! Also, was soll ich tun, sage es mir! Ich weiß, daß ich im Polizeibureau es anmelden muß. Ist es aber nicht besser, sich an Porphyri selbst zu wenden?? Ah! He! Wie meinst du? Man müßte es schnell tun. Du wirst sehen, daß die Mutter mich vor dem Mittage danach noch fragt.“

„Keinesfalls im Polizeibureau, unbedingt sich an Porphyri wenden!“ rief Rasumichin in ungewöhnlicher Aufregung. – „Nun, wie ich froh bin! Ja, was ist da viel zu denken, gehen wir sofort hin, es sind bloß zwei Schritte, wir treffen ihn bestimmt an.“

„Meinetwegen ... gehen wir zu ihm ...“

„Und er wird sehr, sehr erfreut sein, dich kennenzulernen! Ich habe ihm viel von dir gesprochen, zu verschiedenen Malen ... Auch gestern wieder. Gehen wir! ... Also du hast die Alte gekannt? So so! ... Ausgezeichnet hat sich alles gemacht! ... Ach, ja ... Ssofja Iwanowna ...“

„Ssofja Ssemenowna,“ – korrigierte ihn Raskolnikoff. – „Ssofja Ssemenowna, das ist mein Freund Rasumichin, und ein guter Mensch ist er ...“

„Wenn Sie jetzt gehen müssen ...“ – begann Ssonja, wobei sie Rasumichin gar nicht angesehen hatte, was sie noch mehr verwirrt machte.

„Nun, gehen wir!“ – beschloß Raskolnikoff, – „ich komme zu Ihnen heute noch, Ssofja Ssemenowna, sagen Sie mir, wo Sie wohnen.“