„Wann denn?“
„Gestern abend.“
Porphyri Petrowitsch schwieg, als überlege er etwas.
„Ihre Sachen konnten in keiner Weise verloren gehen,“ fuhr er ruhig und kalt fort. „Ich erwarte Sie schon seit langem.“
Und als wäre nichts vorgefallen, schob er sorgsam einen Aschbecher Rasumichin zu, der unbarmherzig die Asche von seiner Zigarette auf den Teppich streute. Raskolnikoff zuckte zusammen, aber Porphyri schien ihn nicht anzublicken, noch immer um Rasumichins Zigarette besorgt.
„Was? Du hast ihn erwartet! Wußtest du denn, daß auch er dort versetzt hatte?“ rief Rasumichin aus.
„Ihre beiden Sachen, der Ring und die Uhr, waren bei ihr in einem und demselben Stück Papier eingewickelt, und auf dem Papier war mit Bleistift deutlich Ihr Name vermerkt, ebenso auch das Datum, wann sie sie von Ihnen erhalten hatte ...“
„Wie genau Sie sind! ...“ lächelte ein wenig ungeschickt Raskolnikoff und versuchte, ihm in die Augen zu sehen, er konnte sich aber nicht enthalten, hinzuzufügen:
„Ich sage das nur deshalb, weil wahrscheinlich sehr viele Pfandgeber waren ... so daß es Ihnen doch schwer fallen mußte, sich aller zu erinnern ... Sie aber erinnern sich im Gegenteil an alles so deutlich, und ... und ...“
„Es war dumm! Schwach! Warum habe ich es hinzugefügt!“