Er blickte sie sonderbar an.

„Ja, ein ganzes Kapital,“ antwortete er nach einem Schweigen entschlossen.

„Fang mit kleinem an; du erschreckst einen ja. Soll ich dir jetzt Weißbrot holen oder nicht?“

„Wie du willst!“

„Ach, ich vergaß; gestern ist für dich ein Brief angekommen.“

„Ein Brief! Für mich! Von wem?“

„Von wem er ist – das weiß ich nicht. Ich habe dem Briefträger drei Kopeken aus meiner eigenen Tasche gegeben. Gibst du sie mir wieder?“

„Bring doch den Brief, um Gottes Willen, bring ihn gleich!“ rief Raskolnikoff ganz erregt. „Oh, Gott!“

Nach einer Minute kam der Brief. „Wirklich! Er ist von der Mutter, aus dem R.schen Gouvernement.“ Er erbleichte sogar, als er ihn nahm. Lange schon hatte er keine Briefe erhalten, und jetzt bedrückte noch etwas anderes sein Herz.

„Nastasja, geh fort, um Gotteswillen. Da hast du deine drei Kopeken, geh nur schnell fort, um Gotteswillen.“