„Hat man ihn gefunden?“ – fragte sie zaghaft.

„Nein, man hat ihn nicht gefunden.“

„Wie wissen Sie es denn?“ – fragte sie wieder kaum hörbar und nach einem fast minutenlangen Schweigen.

Er wandte sich zu ihr um und blickte sie scharf und unverwandt an.

„Errate es,“ – sagte er mit dem früheren wehen und kraftlosen Lächeln.

Ihren ganzen Körper schienen Krämpfe zu durchziehen. „Ja, Sie ... mich ... warum ... ängstigen Sie mich so?“ – fragte sie, lächelnd, wie ein Kind.

„Ich war doch wohl mit ihm sehr gut bekannt ... wenn ich es weiß,“ – fuhr Raskolnikoff fort und blickte ihr in einem fort ins Gesicht, als wäre er nicht imstande, die Augen abzuwenden, – „er wollte diese Lisaweta ... nicht ermorden ... Er hat sie ... zufällig ermordet ... Er wollte die Alte ermorden ... wenn sie allein war ... und kam hin ... Da trat aber Lisaweta ein ... Er hat sie dann ... auch ermordet.“

Wieder eine furchtbare Pause. Beide blickten die ganze Zeit einander an.

„Also, du kannst es nicht erraten?“ – sagte er plötzlich mit einem Gefühle, als stürze er sich von einem Turme hinab.

„N–nein,“ flüsterte Ssonja kaum hörbar.