„Bring sie zurück, bring sie zurück, Ssonja! Oh, die dummen, undankbaren Kinder! ... Polja! Fange sie ein ... Ich habe es doch für euch ...“

Sie stolperte im vollen Laufe und fiel hin.

„Sie hat sich blutig geschlagen! Oh, Gott!“ rief Ssonja aus, sich über sie beugend.

Alle liefen hin und drängten sich um sie. Raskolnikoff und Lebesjätnikoff waren als die ersten zur Stelle, der Beamte eilte auch hinzu und ihm folgte der Schutzmann, der etwas wie „Ach ja!“ brummte und den Kopf schüttelte, in der Vorahnung, daß die Sache ihm viel zu schaffen machen würde.

„Geht weiter, geht!“ er jagte die Menschen, die umherstanden, auseinander.

„Sie stirbt!“ rief jemand.

„Sie hat den Verstand verloren!“ sagte ein anderer.

„Gott schütze sie!“ bemerkte eine Frau und schlug ein Kreuz. – „Hat man den Jungen und das Mädel gekriegt? Ja, da bringt man sie, die älteste hat sie eingeholt ... Was ihnen nur einfiel!“

Als man aber Katerina Iwanowna näher betrachtet hatte, sah man, daß sie sich gar nicht an den Steinen blutig geschlagen hatte, wie Ssonja angenommen, sondern daß das Blut, das den Fahrdamm besudelte, aus Brust und Mund kam.

„Das kenne ich aus Erfahrung,“ sagte der Beamte leise zu Raskolnikoff und Lebesjätnikoff, „das ist Schwindsucht; das Blut stürzt hervor und man erstickt. Einer Verwandten von mir ist es jüngst ähnlich gegangen, ich habe es selbst gesehen, ein halbes Glas kam ... und so plötzlich ... Was soll man tun, sie wird gleich sterben.“