Sie war auch diesen ganzen Tag in großer Erregung, und in der Nacht wurde sie sogar wieder krank. Aber sie war so glücklich, daß sie fast erschrak vor ihrem Glücke. Sieben Jahre, bloß sieben Jahre! Im Anfange ihres Glückes, in manchen Augenblicken, waren sie beide bereit, diese sieben Jahre als sieben Tage zu betrachten. Er dachte nicht einmal daran, daß ein neues Leben sich ihm nicht umsonst biete, daß er es noch teurer erkaufen müsse, dafür mit einer großen künftigen Tat bezahlen müsse ...
Aber hier fängt schon eine neue Geschichte an, die Geschichte der allmählichen Erneuerung eines Menschen, die Geschichte seiner allmählichen Wiedergeburt, des allmählichen Überganges aus einer Welt in die andere, der Bekanntschaft mit einer neuen, ihm bisher völlig unbekannt gewesenen Wirklichkeit. Das könnte das Thema zu einer neuen Geschichte abgeben, – unsere jetzige aber ist zu Ende.
Fußnoten
[1] Die drei ersten Helden Puschkinscher Werke, die zwei letzten Lermontoffscher. E. K. R.
[2] Herrman, der Held in Puschkins „Pique Dame“. E. K. R.
[3] Anspielung auf das Petersburger Denkmal Peters des Großen. E. K. R.
[4] Ein Platz im Kreml zu Moskau, auf dem früher die Hinrichtungen stattfanden. E. K. R.
[5] Die sogen. Raskolniki, von denen es seit der Kirchenspaltung (1666) mehrere Sekten gibt. E. K. R.
[6] Dieser Schein wird von der Polizei den Prostituierten ausgestellt.
[7] Ein Reisgericht, das zur Seelenmesse für die Toten in die Kirche mitgenommen wird, vom Priester geweiht und dann mit Andacht verzehrt wird.