Er wußte selbst nicht, wie er zu diesen Worten kam.

Die Alte kam zu sich, und der entschlossene Ton des Besuchers gab ihr anscheinend Mut.

„Warum sind Sie hergekommen, Väterchen, was ist das?“ fragte sie und blickte auf das Versatzstück.

„Ein silbernes Zigarettenetui; ich sprach vorigesmal davon!“

Sie streckte die Hand aus.

„Warum sind Sie so blaß? Auch Ihre Hände zittern! Haben Sie gebadet?“

„Fieber habe ich,“ antwortete er kurz. „Unwillkürlich wird man blaß ... wenn man nichts zu essen hat,“ fügte er, die Worte kaum aussprechend, hinzu. Die Kräfte verließen ihn wieder. Die Antwort aber erschien wahrheitsgetreu; denn die Alte nahm das Versatzstück.

„Was ist es?“ fragte sie, indem sie Raskolnikoff noch einmal prüfend ansah und das Versatzstück in der Hand wog.

„Ein Ding ... ein Zigarettenetui ... aus Silber ... Sehen Sie nach.“

„Hm, mir scheint es nicht aus Silber ... Sieh, wie er es zugeschnürt hat ...“ Indem sie versuchte, den Bindfaden zu lösen und sich zum Fenster gegen das Licht wandte (alle Fenster waren trotz der schwülen Hitze geschlossen), ließ sie ihn auf ein paar Sekunden aus dem Auge und stellte sich mit dem Rücken gegen ihn. Er knöpfte seinen Mantel auf und zog das Beil aus der Schlinge, aber er holte es noch nicht hervor, sondern hielt es mit der rechten Hand unter dem Mantel. Seine Hände waren furchtbar schwach; er fühlte selbst, wie sie mit jedem Augenblick immer mehr erlahmten und erstarrten. Er fürchtete, daß er das Beil fallen lassen werde ... plötzlich schwindelte ihm der Kopf.