Er stand, sah hin und traute seinen Augen nicht: die Türe, die Außentüre, die aus dem Vorzimmer auf die Treppe ging, dieselbe, an der er vor kurzem geschellt und durch die er hineingekommen war, stand offen, sogar eine Hand breit offen, weder das Schloß war zu, noch der Riegel vor – die ganze, die ganze, ganze Zeit! Die Alte hatte hinter ihm nicht abgeschlossen, vielleicht aus Vorsicht. Aber, mein Gott! Er hat aber doch später Lisaweta gesehen! Und wie konnte, wie konnte er nicht auf den Gedanken kommen, daß sie doch irgendwie hereingekommen war! Sie war nicht durch die Wand gekommen!
Er stürzte zur Türe und legte den Riegel vor.
„Aber nein, das war wieder nicht das richtige! Ich muß fort, fort! ...“
Er zog den Riegel zurück, öffnete die Türe und begann zur Treppe hin zu lauschen.
Er horchte lange. Irgendwo weit unten, wahrscheinlich unter dem Tore, schrien laut und kreischend zwei Stimmen, stritten sich und schimpften.
Er wartete geduldig. Endlich wurde mit einem Male alles still, wie abgeschnitten; sie sind fortgegangen.
Er wollte schon hinaustreten, aber plötzlich öffnete sich geräuschvoll ein Stock tiefer eine Tür zur Treppe, jemand begann die Treppe hinabzusteigen und summte vor sich irgend etwas her.
„Wie sie alle lärmen!“ ging es durch seinen Kopf.
Er zog wieder die Türe zu und wartete. Endlich verstummte alles, keine Seele war zu hören. Er tat schon einen Schritt zur Treppe, als er plötzlich wieder neue Schritte vernahm.