„Hören Sie mal, holen wir den Hausknecht, möge er sie aufwecken.“
„Gut.“
Sie gingen beide zur Treppe.
„Warten Sie! Bleiben Sie mal hier, ich aber laufe nach dem Hausknecht.“
„Warum soll ich bleiben?“
„Es ist so besser ...“
„Ich bereite mich zum Untersuchungsrichter vor! Hier stimmt offenbar, offen–bar ... nicht alles!“ rief voll Eifer der junge Mann und lief eilig die Treppe hinab.
Koch blieb, rührte noch einmal leise die Klingel und es klirrte ein einziges Mal; dann begann er sachte, als ob er es überlegte und prüfte, die Türklinke zu bewegen, er zog sie auf und ließ sie niedergleiten, um sich noch einmal zu vergewissern, daß die Türe bloß mit einem Haken geschlossen sei. Darauf bückte er sich schwer atmend und blickte durch das Schlüsselloch, aber darin stak von innen der Schlüssel, und er konnte nichts sehen.
Raskolnikoff stand und hielt krampfhaft das Beil, fieberhaft erregt. Er war bereit zu kämpfen, wenn sie hereinkommen sollten. Schon als sie klopften und sich besprachen, kam ihm einigemal der Gedanke, allem ein Ende zu machen und ihnen durch die Türe zuzurufen. Es wandelte ihn an, sie zu schimpfen, sie zu reizen, bevor sie die Türe aufmachten. „Möchte es doch schneller zu Ende gehen!“ fuhr es ihm durch den Kopf. „Zum Teufel noch einmal ...“