„Geld? Was für Geld?“ dachte Raskolnikoff, „aber, ... es ist also nicht das!“
Und er fuhr vor Freude zusammen. Es wurde ihm urplötzlich unbeschreibbar leicht. Alles war verflogen.
„Um welche Stunde aber sind Sie hierher bestellt, mein Herr!“ schrie der Leutnant, der sich aus unbekannten Gründen immer mehr ärgerte. „Man bestellte Sie um neun und jetzt ist schon die zwölfte Stunde.“
„Man hat mir die Vorladung erst vor einer Viertelstunde zugestellt,“ antwortete laut und über die Schulter hinweg Raskolnikoff, der auch plötzlich und unerwartet ärgerlich geworden war und darin ein gewisses Vergnügen fand. „Es ist schon genug, daß ich trotz meines Fiebers hergekommen bin.“
„Belieben Sie nicht zu schreien!“
„Ich schreie gar nicht, sondern spreche sehr ruhig, aber Sie schreien mich an; ich bin Student und erlaube nicht, daß man mich anschreit.“
Der Gehilfe war so erregt, daß er im ersten Augenblick kein Wort hervorbringen konnte, er zischte nur und sprang von seinem Platze auf.
„Schwei–gen Sie bitte! Sie stehen vor einer Behörde. Sie dürfen nicht grob sein, mein Herr!“
„Auch Sie sind bei einer Behörde,“ rief Raskolnikoff, „und Sie schreien nicht allein, sondern rauchen auch, verletzen uns also in jeder Weise.“
Als Raskolnikoff dies gesagt hatte, empfand er einen unbeschreiblichen Genuß. Der Sekretär blickte sie lächelnd an. Der hitzige Leutnant war sichtbar verblüfft.