[52] Petraschewzen. E. K. R.
[53] Eine Redensart, seit im Jahr 1597 Zar Boris Godunoff den Befehl erließ, daß vom nächsten Georgian die Freizügigkeit der Bauern aufzuhören habe, wodurch der Grund zur Leibeigenschaft gelegt wurde. Diese Redensart besagt soviel wie: „Da haben wir die Bescherung.“ E. K. R.
[54] Die berüchtigte politische Abteilung der Geheimpolizei, unter Paul I. „für immer“ abgeschafft, zu Anfang der Regierung Nikolaus I., im Jahre 1826, wiederhergestellt, unter Alexander II. im Jahre 1880 scheinbar aufgehoben – eine Maßregel, die als eine der wesentlichsten Reformen des Zarbefreiers begrüßt wurde, aber in Wirklichkeit lediglich eine Unterstellung dieser Abteilung unter das Ministerium des Innern bedeutete, dessen Machtbefugnis sich bis dahin nur auf die kriminellen und administrativen Polizeibehörden erstreckte. Offiziere und Beamte der Dritten Abteilung waren durch ihre hellblauen Uniformen kenntlich. E. K. R.
[55] Messer und Gabeln wurden ihnen vorsichtshalber nicht gegeben. Das Essen war recht nahrhaft und gut (was auch von den anderen bestätigt wird). Es wurde gestattet, die Mahlzeiten auf eigene Kosten zu vervollständigen und Wein zu kaufen. O. M.
[56] Siehe Band 23 der Ausgabe. E. K. R.
[57] Vergl. den Aufsatz [„Eine der zeitgemäßen Fälschungen“] in dem vorliegenden Bande. E. K. R.
[58] Vergl. die deutsche Ausgabe der Briefe Dostojewskis, S. 46. E. K. R.
[59] Siehe in der deutschen Ausgabe der Briefe Dostojewskis die „Berichte der Zeitgenossen“. E. K. R.
[60] Auch Strachoff erwähnt in seinen Aufzeichnungen (s. Bd. XII, S. 6 der Ausgabe) die große Weichheit im jungen Dostojewski, im Gegensatz zu seiner Art in den letzten Lebensjahren. E. K. R.
[61] Ein Brief vom 22. Februar 1854, den Dostojewski unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Zuchthause an seinen Bruder geschrieben hat und der Michail Michailowitsch nicht auf dem offiziell erlaubten Wege – durch das Korps-Kommando in Sibirien und den Chef der III. Abteilung –, sondern durch andere Personen heimlich zugestellt worden ist, schildert er die Wirklichkeit seines Zuchthauslebens ohne jeden Gedanken an die Zensur. Diese aber mußte in der Zeit, als Dostojewskis Aufzeichnungen erschienen, selbst von Schriftstellern, gegen die nichts vorlag, trotz aller liberalen Neuerungen immer noch sehr im Auge behalten werden. Dieser Brief vom 22. II. 1854, wie auch andere Briefe, haben O. Miller bei der Zusammenstellung des biographischen Materials noch nicht vorgelegen. Ein paar nebensächliche Angaben in dem erwähnten Brief stimmen mit einzelnen Daten in den Aufzeichnungen Miljukoffs und Jastrshemskis nicht ganz überein. Vgl. „D.s Briefe und Berichte der Zeitgenossen“ S. 46–60. E. K. R.