„Entreißen ist leicht gesagt, aber da wird man den Türken vielleicht – stoßen müssen?“

„Nun, so stoße ihn!“

„Stoße ihn! Aber wenn er mir das Kind nicht geben will und den Säbel zieht? Da wird man ihn womöglich totschlagen müssen?“

„Nun, so schlag’ ihn tot!“

„Nein, wie darf man denn das! Nein, totschlagen darf man den Türken nicht. Dann mag er schon lieber dem Kinde die Augen ausstechen und es umbringen. Ich gehe zu Kitty.“

Das wäre Lewins folgerichtige Handlungsweise. Er sagt doch, daß er nicht wisse, ob er dem Weibe oder dem Kinde helfen würde, wenn er dabei einen Türken töten müßte. Die Türken tun ihm eben gar so leid.

„Vor zwanzig Jahren hätte die Presse noch geschwiegen,“ sagt Kosnyscheff, „jetzt aber wird die Stimme des russischen Volkes gehört, das bereit ist, sich zu erheben, wie ein Mann, bereit, sich zu opfern für die bedrängten Mitbrüder; das ist ein großer und wichtiger Schritt und ein Beweis von Kraft.“

„Aber hier handelt es sich doch nicht nur darum, sich zu opfern, sondern darum, die Türken zu erschlagen,“ sagte Lewin vorsichtig. „Das Volk opfert und ist jederzeit bereit, für seine Seele zu opfern, nicht aber für den Totschlag ...“

Also mit anderen Worten: „Liebes Mädchen, hier ist Geld, nimm es, wir opfern es für unsere Seelen, aber deinem Brüderchen laß vom Türken die Augen ausstechen. Denn das geht doch nicht, daß wir den Türken totschlagen ...“

Und darauf schreibt der Autor ganz persönlich und von sich aus über Lewin: