„Begleiten Sie mich nicht!“ rief sie ihm zu. „Auf Wiedersehen am Abend! Kommen Sie unbedingt, hören Sie!“
Er kehrte verwirrt und nachdenklich zurück; ein schweres Rätsel lag ihm auf der Seele, ein noch schwereres als das frühere. Auch an den Fürsten dachte er flüchtig ... Über seinen Gedanken vergaß er alles andere, so daß er es kaum bemerkte, wie die ganze Rogoshinsche Rotte sich an ihm vorüberwälzte und ihn in der Tür beiseite schob, um nur schneller die Wohnung zu verlassen. Alle sprachen laut und schienen über etwas zu streiten. Rogoshin selbst ging mit Ptizyn hinaus, auf den er in sehr bestimmtem Tone einredete. Offenbar handelte es sich für ihn um etwas äußerst Wichtiges und Unaufschiebbares.
„Hast verspielt, Ganjka!“ rief er diesem im Vorübergehen zu.
Erregt blickte ihm Ganjä nach.
XI.
Der Fürst zog sich gleichfalls zurück und schloß sich in seinem Zimmer ein. Doch es dauerte nicht lange und Koljä klopfte an die Tür. Der arme Knabe konnte sich gar nicht mehr von ihm trennen und wollte ihn jetzt wenigstens trösten.
„Das war gut von Ihnen, daß Sie fortgingen,“ sagte er, „dort wird jetzt der Skandal noch heftiger losgehen als vorher. So geht es jetzt bei uns tagaus, tagein, und alles das hat uns nur diese Nastassja Filippowna eingebrockt!“
„Hier gibt es viel Krankes, das sich mit der Zeit aufgespeichert hat, Koljä,“ bemerkte der Fürst.
„Ja, viel Krankes. Aber von uns lohnt es sich gar nicht zu reden. Es ist unsere eigene Schuld. Ich habe einen kranken Freund, der ist noch viel unglücklicher. Wollen Sie, so werde ich Sie mit ihm bekannt machen?“
„Sehr gern. Es ist Ihr Schulkamerad?“