„Der Fürst aber wird bei uns damit beginnen müssen, daß er eine moderne Arie zum besten gibt,“ schloß Ferdyschtschenko mit einem Seitenblick auf Nastassja Filippowna.

„Das glaube ich nicht, Ferdyschtschenko, und bitte, geben Sie sich keine Mühe, es wäre überflüssig,“ sagte diese kurz.

„A–ah! Nun, wenn er unter so besonderer Protektion steht, so werde natürlich auch ich mich danach richten.“

Doch Nastassja Filippowna hatte sich schon erhoben und ging, ohne ihn anzuhören, dem Fürsten entgegen.

„Es tut mir leid,“ sagte sie, als sie plötzlich vor ihm stand, „daß ich Sie vorhin in der Eile zu mir einzuladen vergaß. Um so mehr freut es mich, daß Sie mir jetzt selbst Gelegenheit geben, Ihnen zu danken und Sie zu versichern, daß ich Ihre Entschlossenheit und die Art, wie Sie eingriffen, bewundert habe.“

Bei diesen Worten blickte sie ihn forschend an, bemüht, wenn auch nur halbwegs eine Erklärung für sein seltsames Erscheinen zu finden.

Der Fürst war durch ihre Erscheinung so geblendet und erregt, daß er kein Wort hervorzubringen vermochte. Nastassja Filippowna bemerkte es und lächelte: es war ihr angenehm. Wie sie so in der kostbaren Abendtoilette vor ihm stand, war sie allerdings berückend schön. Und das sah sie auch an dem Eindruck, den sie auf ihn machte. Sie reichte ihm die Hand und führte ihn dann zu ihren Gästen. Doch dicht vor der Tür zum Salon blieb der Fürst plötzlich stehen und flüsterte ihr in ungewöhnlicher Erregung schnell, fast atemlos zu:

„An Ihnen ist alles vollendet ... selbst das, daß Sie mager und bleich sind, ist schön ... Man will Sie sich gar nicht anders denken ... Ich wollte um jeden Preis zu Ihnen kommen ... ich ... verzeihen Sie ...“

„Bitten Sie nicht um Verzeihung,“ unterbrach ihn Nastassja Filippowna lächelnd, „damit würden Sie die ganze Seltsamkeit und Originalität Ihres Erscheinens zerstören. Man hat wohl ganz recht, wenn man Sie einen sonderbaren Menschen nennt. Halten Sie mich also wirklich für vollendet, ja?“

„Ja.“