„Gawrila Ardalionytsch? Nein. Er ist ein Angestellter der Handelsgesellschaft. Aber Ihr Bündel könnten Sie doch wenigstens dorthin stellen.“

„Das war auch schon meine Absicht. Wenn Sie gestatten ... Übrigens – ich werde auch den Mantel ablegen, was meinen Sie dazu?“

„Natürlich, Sie können doch nicht im Mantel eintreten.“

„Gewiß nicht.“

Der Fürst erhob sich, zog eilig seinen Mantel aus und stand nun in einem zwar schon getragenen, jedenfalls aber noch sehr anständigen, kurzen Rock von gut sitzendem, elegantem Schnitt vor dem ihn kritisch musternden Diener. Über der Weste hing eine schlichte Stahlkette, an der er eine silberne Genfer Uhr trug.

Wenn nun der Fürst auch ein Dummkopf war – das hatte der Lakai bereits festgestellt –, so schien es dem Kammerdiener Seiner Exzellenz doch als unzulässig, daß er von sich aus das Gespräch mit dem Gast fortsetzte, obschon ihm der Fürst aus irgendeinem Grunde gefiel – in seiner Art, versteht sich. Trotzdem aber erregte er immer noch seinen aufrichtigen Unwillen.

„Wann empfängt die Generalin?“ fragte der Fürst, nachdem er sich wieder auf denselben Platz gesetzt hatte.

„Das ist nicht mehr meine Sache. Sehr verschieden übrigens, je nach Wunsch. Die Modistin wird sogar schon um elf empfangen. Gawrila Ardalionytsch gleichfalls früher als die anderen, sogar schon zum ersten Frühstück.“

„Hier ist es in den Zimmern an kalten Wintertagen bedeutend wärmer als im Auslande,“ bemerkte der Fürst, „dafür aber ist es dort in den Straßen wärmer als bei uns. Die Häuser sind dort im Winter dermaßen kalt, daß ein echter Russe anfangs gar nicht in ihnen wohnen kann.“

„Heizt man denn dort nicht?“