„Das wohl, aber die Häuser sind anders gebaut, die Öfen und Fenster ...“

„Hm! Und wie lange beliebten Sie dort herumzureisen?“

„Ja so – vier Jahre. Übrigens habe ich die ganze Zeit fast nur an einem Ort gelebt, auf dem Lande.“

„Sind wohl unser Leben nicht mehr gewöhnt?“

„Auch das ist wahr. Glauben Sie mir, es wundert mich wirklich, daß ich das Russische nicht verlernt habe. Da spreche ich nun mit Ihnen und denke dabei doch die ganze Zeit: ‚Aber ich spreche ja wirklich gutes Russisch!‘ Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich soviel rede. Wirklich, seit dem gestrigen Tage würde ich am liebsten nur reden und reden.“

„Hm! Hm! Haben Sie früher schon in Petersburg gelebt?“ – Wie sehr sich der Diener auch beherrschen wollte, so weit konnte er sich doch nicht überwinden, daß er ein so freundlich und fast sogar zuvorkommend mit ihm geführtes Gespräch einfach einschlafen ließ.

„Ja Petersburg? So gut wie überhaupt nicht. Nur auf der Durchreise bin ich hier gewesen. Ich habe die Stadt auch früher nicht gekannt, und jetzt soll es ja hier, wie man hört, so viel Neues geben, daß selbst diejenigen, die die Stadt früher gekannt haben, sie schwerlich wiedererkennen könnten. Augenblicklich wird hier viel von der Reform unserer Gerichte gesprochen.“

„Hm! ... Unsere Gerichte. Ja ... Gerichte, das ist schon wahr, das sind eben Gerichte. Wie ist es dort: sind die Gerichte gerechter als bei uns?“

„Das weiß ich nicht. Ich habe aber gerade von unseren Gerichten viel Gutes gehört. Da hat man jetzt auch die Todesstrafe bei uns abgeschafft.“

„Wird man denn dort zum Tode verurteilt?“