„Erstens: Daß du mir nicht zu denken wagst,“ begann sie, „ich sei hergekommen, um dich um Verzeihung zu bitten. Unsinn! Du allein bist der Schuldige.“
Der Fürst schwieg.
„Bist du der Schuldige oder nicht?“
„In demselben Maße wie auch Sie. Übrigens bin weder ich es, noch sind Sie es. Wir sind beide in nichts bewußt die Schuldigen. Vor drei Tagen hielt ich mich allerdings für schuldig, doch jetzt habe ich nachgedacht und eingesehen, daß das nicht richtig ist.“
„Also so bist du! Nun gut; jetzt höre und setz’ dich, denn ich habe nicht die Absicht, noch lange so zu stehen.“
Sie setzten sich.
„Zweitens: Kein Wort über die Bengel. Ich werde hier sitzen und zehn Minuten mit dir sprechen; ich bin gekommen, um mich bei dir nach etwas zu erkundigen (du dachtest wohl schon weiß Gott was?), aber wenn du auch nur mit einer Silbe die frechen Bengel erwähnst, stehe ich auf und gehe, und dann ist es ein für allemal aus zwischen uns, damit du’s weißt.“
„Gut, ich werde sie nicht erwähnen,“ sagte der Fürst.
„Jetzt erlaube die Frage: Hast du vor zwei oder zweieinhalb Monaten, so um Ostern herum, an Aglaja einen Brief zu schreiben versucht?“
„J–j–ja.“