„Sie fürchten wohl die Million?“ fragte Ganjä mit einem Lächeln, das seine Zähne entblößte.
„Und du natürlich nicht?“
„Was meinen Sie, Fürst?“ wandte sich plötzlich Ganjä an diesen, „was für einen Eindruck hat er auf Sie gemacht? Ist es ein ernster Mensch oder nur so ein ... wüster Kerl? Ich möchte gern Ihre persönliche Meinung hören.“
Es ging etwas Besonderes vor in Ganjä, als er diese Frage stellte. Es war, als wenn plötzlich eine neue Idee in seinem Hirn aufgeblitzt wäre und jetzt ungeduldig aus seinen Augen hervorleuchtete. Der General, der sich außerordentlich beunruhigt fühlte, blickte von der Seite gleichfalls auf den Fürsten, doch schien er nicht viel von seiner Antwort zu erwarten.
„Ich weiß nicht, wie ich es Ihnen sagen soll,“ antwortete der Fürst, „ich glaube, daß in ihm viel Leidenschaft steckt, sogar eine gewissermaßen kranke Leidenschaft. Und er scheint ja auch physisch noch ganz krank zu sein. Es ist leicht möglich, daß er sich schon nach den ersten Tagen in Petersburg wieder wird hinlegen müssen, namentlich, wenn er noch wüst daraufloslebt.“
„So? Also diesen Eindruck hat er auf Sie gemacht?“ Der General hielt sich offenbar gern an diese Auffassung.
„Ja, so scheint es mir.“
„Und dennoch können Wendungen von dieser Art nicht erst nach einigen Tagen, sondern heute noch eintreten, vielleicht werden wir noch heute abend etwas erleben,“ sagte Ganjä zum General, wiederum mit einem Lächeln, das seine Zähne zeigte.
„Hm! ... Gewiß ... Dann kommt es eben nur darauf an, welch eine Laune ihr in den Kopf fährt,“ meinte der General.
„Und Sie wissen wohl noch nicht, wie sie mitunter sein kann?“