„Fürst, sind Sie schon einmal vom Turm gestürzt?“ fragte ihn flüsternd plötzlich Hippolyt.
„Nein ...“ antwortete naiv der Fürst.
„Glauben Sie wirklich, daß ich diesen ganzen Haß nicht vorausgesehen habe!“ flüsterte wieder Hippolyt mit glänzenden Augen und sah den Fürsten an, als hätte er wirklich von ihm eine Antwort erwartet. „Gut!“ wandte er sich plötzlich an alle, „ich bin schuldig ... vor allen! Lebedeff, hier ist der Schlüssel“ – er zog ein Portemonnaie aus der Tasche und entnahm ihm einen Schlüsselring mit vier kleinen Schlüsseln. „Dieser vorletzte ist es ... Koljä wird Ihnen zeigen ... Koljä! Wo ist Koljä?“ rief er und bemerkte Koljä nicht, obgleich er ihn starr ansah. „Da ... er wird Ihnen zeigen, er hat mit mir zusammen den Koffer gepackt. Führen Sie ihn ... Koljä ... dahin, beim Fürsten im Kabinett, unter dem Tisch ... mein Koffer ... mit diesem Schlüssel ... unten ... meine Pistole ... und das Horn mit dem Pulver. Herr Lebedeff, er wird sie Ihnen zeigen; doch unter der Bedingung, daß Sie sie mir morgen früh, wenn ich nach Petersburg fahre, zurückgeben. Hören Sie? Ich tue es nur für den Fürsten, nicht Ihretwegen.“
„So ist’s besser!“ Lebedeff griff nach dem Schlüssel, und höhnisch lächelnd lief er ins Nebenzimmer.
Koljä zögerte, wollte etwas sagen, wurde aber von Lebedeff mitgerissen.
Hippolyt blickte auf die lachenden Gäste, der Fürst bemerkte, wie seine Zähne vor Wut klapperten.
„Was für Schufte das doch sind!“ flüsterte er wieder wie in Verzweiflung dem Fürsten zu.
Wenn er mit dem Fürsten sprach, so redete er jetzt immer nur im Flüsterton.
„Lassen Sie sie doch: Sie sind sehr erschöpft ...“
„Sofort, sofort ... ich gehe sofort.“