„Sie regen sich, glaube ich, darüber unnütz und viel zu sehr auf.“

„Sie sind sonderbar, Fürst; Sie glauben also nicht, daß er jetzt fähig ist, zehn Seelen zu morden?“

„Ich kann Ihnen darauf keine Antwort geben, das ist alles so sonderbar; doch ...“

„Nun, wie Sie wollen, wie Sie wollen!“ brach Jewgenij Pawlowitsch erregt das Gespräch ab. „Außerdem sind Sie ein tapferer Mensch, geraten Sie nur selbst nicht unter die zehn Seelen.“

„Es ist viel eher anzunehmen, daß er niemanden tötet,“ sagte der Fürst und sah nachdenklich Jewgenij Pawlowitsch an.

Der lachte boshaft.

„Es ist Zeit, leben Sie wohl! Haben Sie bemerkt, daß er die Kopie seiner Beichte Aglaja Iwanowna zugedacht hat?“

„Ja, ich habe es bemerkt und ... denke soeben daran.“

„Ja, ja, die zehn Seelen,“ bemerkte Jewgenij Pawlowitsch wieder lachend und ging von dannen.

Eine Stunde nachher, ungefähr um vier Uhr morgens, ging der Fürst in den Park hinaus. Er hatte versucht zu schlafen, doch war es ihm seines starken Herzklopfens wegen nicht möglich gewesen. Im Hause hatte sich wieder alles beruhigt; der Kranke schlief, und der Arzt hatte festgestellt, daß ihm keine besondere Gefahr drohe. Lebedeff, Koljä, Burdowskij hatten sich im Zimmer des Kranken niedergelassen, um abwechselnd zu wachen. Zu befürchten war für den Augenblick nichts.