„Wenn Sie sagen,“ begann sie mit unsicherer Stimme, „wenn Sie selbst glauben, daß dieses ... Ihr Frauenzimmer ... wahnsinnig ist, so ... habe ich mit ihren wahnsinnigen Phantasien nichts zu schaffen ... Ich bitte Sie, Lew Nikolajewitsch, diese drei Briefe an sich zu nehmen und sie ihr vor die Füße zu werfen, in meinem Namen! Und wenn sie,“ schrie plötzlich Aglaja wie rasend, „wenn sie es noch einmal wagt, mir auch nur eine Zeile zu schreiben, so – sagen Sie ihr das – werde ich mich bei meinem Vater beklagen, und dann wird man sie ins Zuchthaus werfen ...“
Der Fürst sprang auf und blickte sie verständnislos an, ganz erschrocken durch ihre plötzliche Heftigkeit. Und plötzlich fiel es auch ihm wie Schuppen von den Augen ...
„Sie können nicht so fühlen ... das ist nicht wahr,“ murmelte er.
„Doch! Es ist wahr, es ist wahr!“ schrie Aglaja wie rasend, als hätte sie jede Besinnung verloren.
„Was ist wahr? Was soll hier wahr sein?“ ertönte plötzlich eine angstvolle Stimme.
Vor ihnen stand Lisaweta Prokofjewna.
„Das ist wahr, daß ich Gawrila Ardalionytsch heiraten werde! Daß ich Gawrila Ardalionytsch liebe und morgen noch mit ihm entfliehe!“ wandte sich Aglaja zornbebend an die Mutter. „Haben Sie es jetzt gehört? Ist Ihre Neugier befriedigt? Sind Sie zufrieden damit?“
Und sie wandte sich schroff um und lief davon.
„Nein, mein Bester, so gehen Sie mir nicht fort,“ hielt Lisaweta Prokofjewna den Fürsten auf, „haben Sie die Güte, sich zu uns zu bemühen und mir das ein wenig zu erklären ... Hat mich doch meine Ahnung die ganze Nacht gequält und nicht schlafen lassen! ...“
Der Fürst folgte ihr.