„Ich sagte: zu konterkarieren; ein französisches Wort, das, wie auch unzählige andere seinesgleichen, in den Bestand der russischen Sprache aufgenommen ist; doch ist mir, genau genommen, nicht viel an ihm gelegen.“
„Was ist mit Ihnen heute, Lebedeff, Sie sind so würdevoll und gesetzt und reden ja wie ein Buch,“ fragte der Fürst, erheitert durch die Komik des würdevollen Ernstes, der zu der ganzen Erscheinung Lebedeffs so wenig paßte.
„Nikolai Ardalionytsch!“ wandte sich Lebedeff in fast beschwörendem Tone an Koljä, „da ich dem Fürsten etwas mitzuteilen habe, das eigentlich und im besonderen nur ...“
„Ich versteh’, ich versteh’ schon, geht mich nichts an! Auf Wiedersehen, Fürst!“ Und Koljä entfernte sich sogleich.
„Ich schätze das Kind wegen seines Begriffsvermögens,“ äußerte sich Lebedeff, ihm nachblickend. „Ein feiner Knabe, wenn auch mitunter etwas naseweis. Doch ein ungeheures Unglück ist mir widerfahren, hochverehrter Fürst, gestern abend oder heut bei Tagesanbruch – noch schwanke ich selbst in der definitiven Zeitangabe.“
„Was ist denn geschehen?“
„Vierhundert Rubel sind aus meiner Rocktasche verduftet, hochverehrter Fürst, da haben wir die Bescherung!“ erklärte Lebedeff mit saurem Lächeln.
„Sie haben vierhundert Rubel verloren? Das ist schade.“
„Und namentlich wenn’s noch nota bene einem armen, ehrlich von seiner Arbeit lebenden Familienvater passiert.“
„Gewiß, gewiß, – aber wie ist denn das zugegangen?“