„Steh auf, steh auf!“ flüsterte er erschrocken, indem er sie mit Gewalt zu erheben suchte. „Steh schnell auf!“
„Bist du glücklich? Glücklich?“ fragte sie. „Sag mir nur ein Wort, sag mir nur, ob du jetzt glücklich bist? Heute, jetzt? Du warst bei ihr? Was hat sie gesagt?“
Sie erhob sich nicht, sie achtete nicht auf sein Flehen; sie fragte so schnell, als würde sie gehetzt, als wären Verfolger hinter ihr her.
„Ich reise morgen ab, wie du befohlen hast. Ich werde nicht ... Zum letztenmal sehe ich dich jetzt, zum letztenmal! Jetzt ist es endgültig das letztemal!“
„Beruhige dich, steh auf!“ bat er verzweifelt.
Gierig hing sie mit ihren Blicken an seinem Antlitz, und krampfhaft hielt sie seine Hände umklammert.
„Leb wohl!“ sagte sie dann endlich, erhob sich schnell und verließ ihn eilig – fast lief sie von ihm fort. Der Fürst sah nur noch, wie plötzlich Rogoshin neben ihr auftauchte, sie mit einem Griff unter den Arm faßte und schnell fortführte.
„Wart, Fürst,“ rief ihm Rogoshin über die Schulter zu, „nach fünf Minuten kehr ich zu dir zurück!“
Und so war es auch: nach fünf Minuten kam er – der Fürst hatte ihn erwartet und sich noch nicht von der Stelle gerührt.
„Hab sie in den Wagen gebracht,“ sagte Rogoshin kurz. „Dort hinter der Wegbiegung hat er seit zehn Uhr abends gewartet. Sie wußte es, daß du den ganzen Abend bei den anderen verbringen würdest. Was du an mich geschrieben hast, habe ich genau so wiedergegeben. Sie wird jetzt nicht mehr an jene schreiben, und von hier wird sie auf deinen Wunsch morgen noch fortreisen. Sie wollte dich nur noch zum letztenmal sehen, wenn du es ihr auch verboten hattest. Dort haben wir dich erwartet, um dich auf dem Heimwege abzufangen, dort auf jener Bank haben wir gesessen.“