Der Fürst zuckte zurück, wie von einem Schlage getroffen; Iwan Fedorowitsch erstarrte; die Schwestern zogen mißbilligend die Brauen zusammen.

„Lügen Sie nicht, Fürst, sagen Sie die volle Wahrheit. Ich muß mir Ihretwegen die seltsamsten Verhöre gefallen lassen. Haben diese Verhöre nun irgendeine Berechtigung: das ist es, was ich wissen will. Nun!“

„Ich habe nicht um Ihre Hand geworben, Aglaja Iwanowna,“ sagte der Fürst, plötzlich wieder zu sich kommend. „Aber ... Sie wissen, wie ich Sie liebe und an Sie glaube ... sogar jetzt ...“

„Ich frage Sie: werben Sie um mich oder nicht?“

„Ich ... werbe um Sie,“ sagte der Fürst leise.

Es folgte eine allgemeine Bewegung.

„Aber, mein Freund, das geht doch nicht so!“ stammelte Iwan Fedorowitsch, nicht wenig erregt. „Das ... das ist fast unmöglich, wenn es so ist, Aglaja ... Verzeihen Sie, Fürst, verzeihen Sie, mein Lieber! ... Lisaweta Prokofjewna!“ wandte er sich hilfesuchend an seine Gattin, „hier müßte man doch vor allen Dingen versuchen, dachte ich, den Sachverhalt zu ... begreifen ...“

„Ich weigere, ich weigere mich, zu begreifen!“ rief Lisaweta Prokofjewna, mit beiden Händen abwehrend.

„Erlauben Sie, maman, daß auch ich zu Wort komme. Habe ich doch in dieser Angelegenheit wohl auch etwas zu bedeuten! Der entscheidende Augenblick meines Schicksals naht heran“ (Aglaja drückte sich buchstäblich so aus) „und daher will ich alles vorher genau feststellen. Es freut mich, daß es in Gegenwart aller geschieht ... Gestatten Sie also, Fürst, die Frage: wenn Sie solche Absichten hegen, womit gedenken Sie dann mein Glück zu begründen?“

„Ich weiß nicht, wirklich ... ich weiß nicht, Aglaja Iwanowna, was ich Ihnen sagen soll; hier ... hier ... Was soll man denn darauf antworten? Ja und ... ist es denn überhaupt nötig?“