Ganjä bat ihn, ausführlicher zu erzählen, worauf der Fürst das vorhergegangene Gespräch in kurzen Worten wiedergab, während Ganjä ihn wiederum spöttisch von der Seite betrachtete.

„Diese ewige Nastassja Filippowna! Von anderem hört man hier überhaupt nichts ...,“ brummte er ärgerlich, brach jedoch plötzlich ab und wurde nachdenklich.

Er war sichtlich erregt. Der Fürst erinnerte ihn an das Bild.

„Hören Sie, Fürst,“ begann Ganjä plötzlich, als wäre ihm mit einemmal ein wichtiger Gedanke gekommen, „ich habe eine große Bitte an Sie ... Nur weiß ich nicht, in der Tat ...“

Er wurde wieder etwas verlegen und sprach seine Bitte nicht aus. Er schien innerlich zu kämpfen und sich nicht entschließen zu können. Der Fürst wartete schweigend. Ganjä sah ihn noch einmal mit forschendem, prüfendem Blick an.

„Fürst,“ begann er dann wieder, „dort ist man jetzt auf mich ... infolge eines besonderen Umstandes ... eines sehr lächerlichen Umstandes ... und an dem ich nicht schuld bin ... nun, mit einem Wort – doch das gehört nicht zur Sache ... Ich glaube, man ist dort ein wenig ungehalten über mich, so daß ich eine Zeitlang nicht ungerufen hingehen will. Nur, sehen Sie, muß ich jetzt unbedingt mit Aglaja Iwanowna sprechen. Ich habe hier ... ich habe hier für jeden Fall ein paar Worte geschrieben“ (in seiner Hand befand sich plötzlich ein kleiner Brief), „nur weiß ich nicht, wie ich ihr diesen Zettel zustellen soll. Würden nicht Sie, Fürst, so freundlich sein, ihn Aglaja Iwanowna gleich zu übergeben, aber nur Aglaja Iwanowna allein, das heißt so, daß niemand es sieht, Sie verstehen doch? Es ist nicht Gott weiß was für ein Geheimnis, es steht hierin nichts von der Art ... aber ... würden Sie ihn ihr übergeben?“

„Ihre Bitte ist mir nicht ganz angenehm,“ antwortete der Fürst.

„Ach, ich bitte Sie, Fürst, es ist wirklich von großer Wichtigkeit für mich,“ begann Ganjä beschwörend, „Sie wird mir vielleicht auch antworten ... Sie können mir glauben, daß ich mich an Sie wende, nur weil es wirklich das Äußerste ist ... Durch wen könnte ich ihr denn sonst den Brief schicken? Es ist unendlich wichtig für mich, von unendlicher Wichtigkeit ...“

Ganjä hatte große Angst, daß der Fürst sich nicht dazu herablassen würde, und blickte ihm mit ängstlicher Bitte in die Augen.

„Nun gut, ich werde ihn übergeben.“