Alexandra nahm es auf, Adelaida trat hinter ihren Stuhl, und beide betrachteten es schweigend. Im selben Augenblick kehrte Aglaja in den Salon zurück.

„Welch eine Macht!“ rief plötzlich Adelaida aus, die über die Schulter der Schwester ganz entzückt das Bild betrachtete.

„Wo? Was für eine Macht?“ fragte die Generalin scharf.

„Eine solche Schönheit ist eine große Macht,“ sagte Adelaida begeistert, „mit einer solchen Schönheit könnte man die ganze Welt umdrehen!“

Nachdenklich ging sie zu ihrer Staffelei zurück. Aglaja blickte nur flüchtig auf die Photographie, kniff die Augen zusammen, schob die Unterlippe etwas vor und setzte sich dann abseits nieder, die Hände müßig im Schoße faltend.

Die Generalin klingelte.

„Ich lasse Gawrila Ardalionytsch herbitten, er ist im Kabinett,“ sagte sie zu dem eingetretenen Diener.

„Mama!“ warf Alexandra in bedeutsamem Tone ein.

„Ich will nur zwei Worte mit ihm reden, beruhige dich,“ schnitt ihr die Mutter schnell das Wort ab, um jedem weiteren Einwand zuvorzukommen.

Sie war ersichtlich gereizt.