„Na ja, gewiß von jenen selben, jenen selben,“ unterbrach ihn mit unhöflicher Gereiztheit der Brünette, der sich, nebenbei bemerkt, kein einziges Mal an den finnigen Beamten wandte, sondern von Anfang an nur zum Fürsten sprach.
„Ja ... wie denn das?“ wunderte sich der Beamte, dessen ganzes Gesicht sich sofort zu einem andächtigen und unterwürfigen, ja sogar aufrichtig erschrockenen Ausdruck zu verziehen begann. „Doch nicht etwa der Sohn desselben Ssemjon Parfenowitsch Rogoshin, des erblichen Ehrenbürgers, der vor einem Monat gestorben ist und ein Kapital von zwei Millionen fünfmalhunderttausend Rubeln hinterlassen hat?“
„So, woher weißt du denn, daß er ein Kapital von zwei Millionen fünfmalhunderttausend Rubeln hinterlassen hat?“ unterbrach ihn der Brünette, auch diesmal ohne ihn eines Blickes zu würdigen. „Da sieh einer den Kerl!“ fuhr er mit einem Kopfnicken nach dessen Seite fort, sich an den Fürsten wendend, „was sie nur davon haben mögen, daß sie sich einem sofort wie die Schwänze anhängen? Aber das stimmt, daß mein Vater gestorben ist und ich erst nach einem Monat aus Pskow beinah ohne Stiebel nach Hause fahre. Weder mein Bruder, der Schuft, noch meine Mutter, weder Geld noch Nachricht – nichts haben sie mir geschickt! Wie einen Hund haben sie mich behandelt! Hab’ dort in Pskow den ganzen Monat im Fieber gelegen.“
„Und jetzt heißt es, ein Milliönchen auf einen Ruck in Empfang zu nehmen! – zum allermindesten! Du lieber Gott!“ Der Beamte hob ganz überwältigt die Hände empor.
„Sagen Sie doch, bitte, was geht das ihn an?“ fragte Rogoshin ärgerlich mit demselben kurzen Kopfnicken nach dessen Seite hin. „Ich werde dir ja doch keine Kopeke davon geben, und wenn du auch mit den Beinen in der Luft auf den Händen vor mir gehen und bitten solltest.“
„Und ich werde, und ich werde gehen!“
„Da sieh einer! Aber ich werde dir ja doch nichts geben, werde dir keine Kopeke geben, tanze meinetwegen eine ganze Woche auf den Händen vor mir herum!“
„Und gib auch nicht! Geschieht mir recht: gib nicht! Ich aber werde tanzen. Werde mein Weib und meine kleinen Kinderchen verlassen und vor dir tanzen! – jawohl! – und vor dir tanzen!“
„Pfui Teufel!“ Der Brünette spie aus. „Vor fünf Wochen fuhr ich ganz wie Sie da,“ wandte er sich an den Fürsten, „nur mit einem Bündel nach Pskow, um mich vor meinem Vater in Sicherheit zu bringen. Fuhr zur Tante. Dort warf mich das Fieber nieder. Er aber starb in meiner Abwesenheit. Am Schlage. Ewiges Angedenken dem Seligen, nur hätte er mich damals sicherlich totgeschlagen. Werden Sie es mir glauben, Fürst: bei Gott! – wär’ ich nicht geflohen, er hätte mich ohne weiteres erschlagen.“
„Sie haben ihn wohl irgendwie geärgert?“ fragte der Fürst, der mit eigentümlichem Interesse den Millionär im Schafpelz betrachtete.