„Ich verstehe ...“
„Das von dem Gelde hast du auch gehört?“
„Damit meint sie gewiß jenes Geld, das ich, auf Nicolai Wszewolodowitschs Bitte in der Schweiz einem gewissen Herrn Lebädkin, ihrem Bruder jedenfalls, zu übergeben übernahm.“
„Hat Nicolai Wszewolodowitsch dich selbst darum gebeten?“
„Ja, ihm lag sehr viel daran, dieses Geld zu übersenden – es waren dreihundert Rubel. Da er aber Herrn Lebädkins Adresse nicht kannte und nur wußte, daß er hierher ziehen werde, so bat er mich, ich möge ihm das Geld bei seiner Ankunft zustellen.“
„Und was für ein Geld ist da ... abhanden gekommen? Sie sagte soeben –“
„Das weiß ich nicht. Ich habe auch schon gehört, daß Herr Lebädkin von mir gesagt haben soll, ich hätte ihm nicht das ganze Geld übersandt, aber das verstehe ich nicht. Es waren genau dreihundert Rubel und genau dreihundert Rubel habe ich eingezahlt.“
Darja Pawlowna hatte sich wieder beruhigt. Es war überhaupt schwer, dieses Mädchen irgendwie aus der Fassung zu bringen – mochte sie innerlich noch so stark bewegt sein. Jetzt antwortete sie auf jede Frage leise, aber ruhig und bestimmt und ohne die geringste Verwirrung, die doch das Bewußtsein von einer, wenn auch noch so kleinen Schuld immer hervorruft.
Warwara Petrowna ließ während der ganzen Zeit, in der Darja Pawlowna sprach, auch nicht ein einziges Mal den Blick von ihr.