„Nichts weiter. Man pilgert und fährt jetzt zu ihm. Gehen Sie auch zu ihm, was macht es Ihnen denn aus? Gehen Sie auch!“

„Höre es zum erstenmal und ... Diese Sorte Menschen habe ich noch nie gesehn. Ich danke Ihnen, ich werde hingehen.“

„Hierher!“ Schatoff leuchtete und geleitete ihn die Treppe hinunter.

„So,“ sagte er und stieß die Hofpforte sperrangelweit zur Straße auf.

„Ich werde nicht mehr zu Ihnen kommen, Schatoff,“ sagte Stawrogin leise, indem er durch die Pforte trat.

Die Nacht war nach wie vor finster und der Regen hatte noch immer nicht aufgehört ...

Siebentes Kapitel.
Die Nacht (Fortsetzung)

I.

Er ging die ganze Bogojawlenskstraße hinunter; schließlich führte der Weg leicht abwärts, seine Füße glitschten im Schlamm, und plötzlich öffnete sich vor ihm im Dunkeln ein breiter, nebliger, gleichsam leerer Raum – der Fluß. Die Häuser waren hier nicht mehr Häuser zu nennen, sondern Hütten, und die Straße hatte sich in vielen Sackgassen und Gäßchen verloren. Nicolai Wszewolodowitsch ging eine ganze Weile an den Zäunen entlang, ohne sich vom Flußufer zu entfernen, verfolgte aber standhaft seinen Weg, doch eigentlich ohne viel an ihn zu denken. Er war mit ganz anderen Dingen beschäftigt und sah sich erstaunt um, als er sich plötzlich, aus tiefem Denken erwachend, fast in der Mitte unserer langen, nassen Floßbrücke fand. Keine Seele ringsum. Nichts rührte sich. Um so sonderbarer erschien es ihm da, als plötzlich fast unmittelbar neben seinem Ellenbogen eine höflich familiäre, doch übrigens ganz angenehme Stimme ertönte, aber in jenem süßlich abgerundeten Redefluß, mit dem bei uns gar zu zivilisierte Kleinbürger oder lockenhäuptige junge Kommis in den Kaufläden zu paradieren pflegen.

„Würde mir der gnädige Herr nicht erlauben, das Regenschirmchen mit eins zu benützen?“