„Ja, aber wissen Sie denn hier auch den Weg? Hier gehen ja doch so verdrehte Wege ... ich könnte zeigen, denn die hiesige Stadt auf diesem Ufer – das ist doch ganz, als ob der Teufel sie im Korb getragen hätte: alles hat er durcheinandergeschüttelt.“
„Zum ... Ich binde dich!“ wandte sich Stawrogin drohend nach ihm um.
„Denken Sie nach, vielleicht doch, gnädiger Herr? Kann man denn eine Waise lange beleidigen?“
„Du scheinst ja wirklich auf dich zu bauen!“
„Ach, gnädiger Herr, ich baue auf Sie, aber nicht, daß ich sonderlich auf mich baute!“
„Ich brauche dich nicht, hab ich dir schon gesagt!“
„Aber ich brauche doch Sie, gnädiger Herr! Das ist es ja eben. Nu, werde also warten, bis Sie zurückkommen.“
„Mein Wort: wenn ich dich antreffe, binde ich dich!“
„So werd’ ich denn schon einen Gurt bereit halten. Glückliche Reise, gnädiger Herr; haben doch alleweil mit dem Schirmchen ’ne Waise beschützt; schon dafür allein werden wir bis zum Grabe dankbar sein, gnädiger Herr.“
Er blieb zurück. Stawrogin ging besorgt weiter. Dieser plötzlich aus der Nacht aufgetauchte Mensch war von seiner Notwendigkeit für ihn doch schon gar zu überzeugt und beeilte sich doch schon zu schamlos, ihm das zu zeigen. Überhaupt machte man mit ihm jetzt keine Umstände mehr. Aber es konnte doch auch sein, daß der Strolch nicht alles gelogen und seine Dienste wirklich nur von sich aus angeboten hatte, und zwar gerade heimlich, hinter Pjotr Stepanowitschs Rücken. Das aber gab dann doch am meisten zu denken.