„Fürchte wahrlich sehr diese Gesellschaft! Habe ich doch Ihre Schwester geheiratet, als ich es wollte, damals, nach dem Gelage, auf die trunkene Wette hin, und jetzt zeige ich es öffentlich an ... wenn mir das jetzt Vergnügen macht.“

Er sagte das ganz eigentümlich gereizt, so daß Lebädkin schon mit Entsetzen zu glauben begann.

„Aber ich, was wird denn mit mir, die Hauptsache dabei bin doch ich! ... Sie scherzen vielleicht nur, Nicolai Wszewolodowitsch?“

„Nein, ich scherze nicht.“

„Wie Sie wollen, Nicolai Wszewolodowitsch, aber ich glaube Ihnen nicht ... dann werde ich eine Bittschrift einreichen.“

„Sie sind furchtbar dumm, Hauptmann.“

„Meinetwegen, aber das ist doch alles, was mir übrigbleibt!“ sagte der Hauptmann ganz wirr in seiner Benommenheit. „Früher gab man mir dort in den Winkeln für ihre Arbeit wenigstens ein Obdach, aber was soll denn jetzt aus mir werden, wenn Sie mich ganz fallen lassen?“

„Aber Sie wollen doch nach Petersburg, um Ihre Karriere zu verändern. Übrigens, ist es wahr, daß Sie, wie ich hörte, beabsichtigten, zu denunzieren – in der Hoffnung, begnadigt zu werden, wenn Sie die anderen anzeigen?“

Der Hauptmann öffnete den Mund und riß die Augen auf, doch eine Antwort gab er nicht.

„Hören Sie, Hauptmann,“ begann plötzlich Stawrogin ungewöhnlich ernst und beugte sich ein wenig vor zum Tisch.